
Im Rahmen der Ortsplanungsrevision stellt ihr als Gemeinde die Weichen für eine klimaangepasste und biodiversitätsfördernde Siedlungsentwicklung. In Zusammenarbeit mit NATURstadt/WWF Ost unterstützen wir dich bei der Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO). Wir formulieren massgeschneiderte Musterreglemente und Artikel zu Themen wie Baumschutz, ökologische Ausgleichsflächen oder Vernetzungskorridoren, um deine Gemeinde zukunftsfähig zu machen.

Am Beispiel der ökologischen Umgebungsgestaltung zeigen wir, wie private Freiflächen durch verbindliche BZO-Vorgaben aktiviert werden. Da Gärten ein Drittel der Siedlungsfläche ausmachen, ist ihr Potenzial enorm. Unser Zweikreisemodell sichert mittels Grünflächenziffern die Quantität und durch gezielte Qualitätsvorgaben die ökologische Wertigkeit. Dieser Wechsel von Freiwilligkeit zu verbindlichen Standards ist der Schlüssel, um kantonale Biodiversitätsziele und eine effektive Klimaanpassung im Siedlungsraum zu erreichen.
Am Beispiel des wirksamen Baumschutzes zeigen wir auf, wie Anpassungen in der Bauordnung den Lebensraum für Bäume langfristig sichern. Ein zentraler Hebel ist die Beschränkung von Tiefgaragen, um durch das Prinzip «oben wie unten» ausreichend Wurzelraum im gewachsenen Boden zu erhalten. Parallel dazu ermöglichen flexiblere Grenzabstände und Näherpflanzrechte eine ökologische Nutzung der Grundstücksränder. Diese Kombination sichert das Baumvolumen für eine effektive Hitzeminderung und steigert die Siedlungsqualität nachhaltig.


Am Beispiel der Strassenraumgestaltung zeigen wir, wie Verkehrsflächen in multifunktionale Korridore transformiert werden. Durch die Verankerung sickerfähiger Mehrzweckstreifen in der Bauordnung schaffen wir Platz für Baumalleen, Biodiversität und Klimaanpassung, ohne die Erschliessung zu vernachlässigen. Diese modulare Handlungspflicht sichert bei jeder Sanierung wertvolle Flächen für die Lebensraumvernetzung und Aufenthaltsqualität. So wird die Infrastruktur zum strategischen Instrument für ökologische Ziele.