
Flächen mit hohem Nutzen müssen keine Naturwüsten sein. Ob Spielplatz, Begegnungszone oder Gastronomiebereich: Durch geschickte Planung lassen sich intensive Nutzung und ökologische Aufwertung harmonisch vereinen.

Funktionale Flächen sind die Orte, an denen das gesellschaftliche Leben stattfindet. Sie sind entscheidend für die soziale Nachhaltigkeit eines Projekts. Wenn diese Orte naturnah gestaltet werden, wirken sie doppelt: Sie bieten den benötigten Raum für Spiel, Sport oder Arbeit und verbessern gleichzeitig das Mikroklima direkt dort, wo sich Menschen aufhalten. Eine kluge Materialwahl und die Integration von Vegetation machen diese Flächen robuster gegen Hitze und attraktiver für die Nutzer. Anstatt monofunktionale Asphaltwüsten zu schaffen, entstehen so multifunktionale Lebensräume, die auch bei intensiver Nutzung einen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Ressourcen leisten.

Kombiniere Funktion mit Natur, wo immer es möglich ist. Nutze bei Spielplätzen natürliche Materialien wie Holz, Sand und Findlinge anstelle von Kunststoff und Beton. In Begegnungszonen oder Gastronomiebereichen können mobile Pflanzkübel oder Pergolen mit Kletterpflanzen für Schatten sorgen, ohne die Flexibilität der Fläche einzuschränken. Achte auf eine Zonierung: Bereiche mit sehr hoher Trittbelastung können robuster befestigt werden, während Randzonen als wertvolle Blühstreifen oder Versickerungsbereiche dienen. Für Strassenprojekte bedeutet dies, auch Parkbuchten oder Haltestellen durch „grüne Infrastruktur“ wie Baum-Substrate unter dem Belag ökologisch aufzuwerten.